Kieferorthopädie

Was ist die Kieferorthopädie?

Die Kieferorthopädie (Orthodontie) ist ein Teil der Zahnmedizin, der sich mit der Erkennung, der Vorbeugung und der Korrektur von Fehlstellungen von Kiefern und Zähnen befasst, um aus funktionellen und ästhetischen Gründen das Gleichgewicht zwischen den Knochenstrukturen zu verbessern und eine bessere Okklusion (den „Biss“) zu erhalten.


Bei einer kieferorthopädischen Behandlung wird Druck auf die Zähne oder auf die Knochenbasis im Ober- bzw. Unterkiefer ausgeübt, um diese zu bewegen und neu zu positionieren und somit eine gute Zahnstellung und ein harmonisches Lächeln zu erhalten. Der Kieferorthopäde verfügt über mehr oder weniger komplexe Hilfsmittel zur Korrektur der Ausgangslage.


Angebotene Behandlungen

  • Abnehmbare Zahnspange
  • Feste vestibuläre Zahnspange, Ringe und Keramik- oder Metallbrackets
  • Ästhetische unsichtbare Zahnspange – Invisalign
  • Behandlungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
  • Retentionsgeräte


Abnehmbare Hilfsmittel, die das Wachstum beeinflussen


  • Gaumenerweiterung
  • Monobloc
  • Twinblock

Metallringe

Die traditionellen Metallringe sind am weitesten verbreitet und werden aus hochwertigem Edelstahl hergestellt. Sie korrigieren die Zähne mithilfe von Brackets und Metallbögen. Über deren Aussehen kann natürlich gestritten werden, denn sie sind wesentlich sichtbarer als andere Zahnapparate. Es können jedoch auch bunte Gummiringe für ein einzigartiges Lächeln verwendet werden.

Invisalign – die unsichtbare Zahnschiene

Zahnfehlstellungen können auch mit Invisalign korrigiert werden: Die Behandlung besteht aus einer Reihe fast unsichtbarer und abnehmbarer durchsichtiger Schienen (Aligner). Jede Schiene wird massgefertigt und individuell auf Ihre Zähne abgestimmt, um den grössten Komfort zu garantieren. Alle zwei Wochen wird die Schiene durch die nächste Schiene ersetzt. Schritt für Schritt, Woche für Woche bewegen und begradigen sich Ihre Zähne bis sie die vom Facharzt geplante Endposition erreichen.

Mit Invisalign können Erwachsene Ihr Lächeln begradigen, ohne dass diese kieferorthopädische Behandlung bemerkt wird. Es gibt nämlich keine Altersgrenze, um seine Zähne kieferorthopädisch behandeln zu lassen. Immer mehr Erwachsene hatten sich sogar für sichtbare Zahnspangen entschieden, diese quasi Unsichtbarkeit von Invisalign bietet noch mehr ungeahnte Möglichkeiten.


Unabhängig vom Alter können diese unsichtbaren Schienen zur Korrektur von Zahnengständen, Lückenständen, Kreuzbissen oder Tiefbissen eingesetzt werden.


Einsatz der unsichtbaren Zahnschiene sowohl bei Erwachsenen als auch bei Jugendlichen

Früher war die Behandlung nur Erwachsenen vorbehalten. Invisalign hat jetzt eine Linie für Jugendliche herausgebracht: Invisalign Teen. Das System hat sich bewährt und Zahnärzte zögern nicht mehr, es zu empfehlen, denn Jugendliche sorgen sich sehr um ihr Aussehen. 

Diese unsichtbaren Schienen sind für sie genau die richtige Lösung.


  • Unauffällig, ohne Einfluss auf die Sprache, so gut wie unsichtbar und somit von hohem ästhetischen Interesse
  • Kosten ähnlich den der anderen Zahnspangen
  • Praktisch: Einfach zu reinigen und der Träger/die Trägerin kann während der Behandlung alles essen und trinken wie immer 
  • Wirkt bei den meisten Zahnfehlstellungen


Herausnehmbar: Die Schienen können einfach herausgenommen und später wiedereingesetzt werden, z.B. bei einem Rendezvous. Aber aufgepasst: Nur ausnahmsweise, um die Behandlung nicht zu verlängern.


Retentionsgeräte

Der kieferorthopädischen Behandlung muss eine Stabilisierungsphase folgen, die sog. Retentionsphase, um das Behandlungsergebnis stabil zu halten. Die verwendeten Apparate (Retainer) können feststehend – als dünner zahnmedizinischer Draht, der auf der Rückseite der Frontzähne befestigt wird –
oder herausnehmbar sein – als Haltespangen, die nachts getragen werden.

Der erste Termin

Was passiert beim ersten Gespräch mit einem Kieferorthopäden? Welche Untersuchungen finden statt?


  • Als Erstes wird bestimmt, ob eine kieferorthopädische Behandlung überhaupt notwendig ist oder nicht.
  • Dabei werden das Alter des Patienten, der Zahnstatus, die Zahnfehlstellung(en) sowie andere Kriterien wie die Atmung, die Zungenposition oder auch schlechte Angewohnheiten registriert (z. B. Daumenlutschen, Schnuller).
  • Der Erfolg einer kieferorthopädischen Behandlung fängt bereits vor dem Einsetzen des Apparats an und ausführliche Untersuchungen bilden dafür die Grundlage.

Bei einer geplanten Behandlung sind diese Untersuchungen unerlässlich für die Diagnose und die Erstellung eines geeigneten und massgefertigten Behandlungsplans. Damit kann der Zahnarzt dem Patienten die vorgesehene Behandlung genau erklären.

Abformung

Die Zähne werden nach der Abformung, bzw. dem Abdruck der Zähne, die im Mund genommen wird, gefertigt. Sie sind ein naturgetreues 3D-Duplikat des Mundes des Patienten.

Röntgenuntersuchung

Die Röntgenbilder werden in der Praxis erstellt. Sie ermöglichen eine individuelle Analyse und Bestimmung einzelner Kriterien wie Kieferform oder Anzahl und Lage der Zähne. Wir führen ebenfalls eine kephalometrische Analyse durch.

Bildnachweis

Wir fotografieren das Gebiss bei jedem Termin, um die Fehlstellungen analysieren zu können und um die Behandlungsfortschritte im Vergleich zur Ausgangslage beobachten zu können.

Zusatzuntersuchungen

Manchmal reichen Röntgenbilder und klinische Untersuchung nicht aus. Ihr Kieferorthopäde muss Ihnen vielleicht zusätzliche Untersuchungen wie ein CT oder eine HNO-Untersuchung verschreiben. Eine Sprachtherapie kann notwendig sein.

Administratives

Wenn eine kieferorthopädische Behandlung geplant wird, erhalten Sie von uns ein administratives Dossier. Diese Unterlagen enthalten eine vorherige
Kostenzusage, die Sie ausfüllen und Ihrer Krankenkasse vorlegen sollten, sowie eine detaillierte Kostenschätzung.
Sie erhalten ebenfalls Erklärungen zur kieferorthopädischen Behandlung.